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Schweiz - Zweiter Weltkrieg

Zum Thema

Nach einer überkritischen Aufarbeitungsphase (vgl. Bergier-Bericht) wird es Zeit für ein zeitgemässeres und -getreueres Bild über die Schweiz im Zweiten Weltkrieg. Denn der "Aktivgeneration" sind wir zu mehr verpflichtet als blosser Kritik; nämlich auch - und vor allem - zu Dank und Anerkennung! 

Entsprechend folgen hier Hinweise auf Literatur, die diesen Neuanfang unterstützt und damit den Weg frei macht zu einer Neu-Beurteilung der Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg.

General Guisan: Widerstand nach Schweizerart

Markus Somms Buch zu General Guisan bietet ein dichtes Lesevergnügen verbunden mit seriös aufgearbeiteten Quellen und Fakten. Das Buch sollte Eingang finden in die Schweizer Stuben von Jung und Alt. Denn "Guisan sagt mehr aus über die Schweiz als sein Leben über ihn selbst" (vgl. Seite 221). Mehr zu Buch und Autor finden Sie auf der Homepage unserer Stiftung in der Rubrik Aktuelles. Ausserdem konnten wir mit Markus Somm auch exklusiv ein interessantes Interview führen. Beeindruckend ist darin vor allem seine Beurteilung des Schweizer Volkes zu Zeiten General Guisans. Lesen Sie das Interview hier.

Die Einbettung des Themas in den gegenwärtigen Zeitkontext finden Sie hier. Bezugsadresse: Stämpfli Verlag AG, Bern 2010.

 

 

Die andere Schweiz. Eidgenössischer Widerstand 1940 - 1944

Nachdrücklich korrigiert der renommierte Journalist Jean-Pierre Richardot das einseitig negative Bild der Schweiz während der Kriegsjahre. Ohne gewisse Erkenntnisse der Bergier-Kommission in Zweifel zu ziehen, erzählt der Autor die Geschichten von Schweizerinnen und Schweizer, die sich gegen die anpasserischen Tendenzen ihrer Regierung (v. a. BR Pilet-Golaz) zur Wehr setzten. Richardots Werk vertieft somit die Einsichten der Guisan-Biographie und ist über das historische Interesse hinaus ein tief menschliches Buch. Bezug über Aufbau-Verlag GmbH, Berlin 2005.

Exkurs: Interessant sind vor allem auch die Forderungen, wie sie um die Widerstandsgruppe "Nidwalden" am Treffen vom 21. Juli 1940 in einem Geheim-Manifest von Hauptmann Hausamann ("Büro HA") formuliert wurden.

Zitat (vgl. S. 120): "2. Wir wollen eine starke, entschlusskräftige Regierung, die unabhängig von Parteien und Wirtschaftsgruppen sich ausschliesslich vom Wohl des Landes leiten lässt. 3. die neue Schweiz wird auf drei Grundgedanken beruhen: a) Soldatischer Kameradschaft und Disziplin; b) dem föderativen Prinzip als ewiger Grundlage der Eidgenossenschaft; c) der unbedingten Achtung der Einzelpersönlichkeit und der Familie. Wir lehnen die Idee des totalen Staates eindeutig ab und verwerfen jegliche Einschränkung der Gewissensfreiheit durch den Staat".

Was gibt es dazu - auch nach 70 Jahren - noch zu ergänzen?

 

Bruder Klaus Gedenktag: 70 Jahre "Wunder von Waldenburg"

Die Berichterstattung über das "Wunder von Waldenburg", das ebenfalls zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges angesiedelt ist, lesen Sie hier.